Altsteirertrio Lemmerer & Ed.Unterkirchner

Es war eine phänomenale Darbietung dessen, was alles auf einem Hackbrett gespielt werden kann. Virtuos sind alle vier Musiker und Sigi Lemmerer ist für mich zusätzlich der „Hackbrett-Berserker“.

Vom Grimming-Jodler über einen ausseerischen Schleunigen im irischen Rhythmus, den Rock-Hadern Lucille und Hound Dog bis zu Ten Years After (Going Home) – all das war möglich. Begeistert das Publikum und toll die Rückwirkung auf die Musiker, die sichtlich ebenso erfreut und begeistert musiziert haben. Die launigen Zwischenconferencen von Sigi trugen ein übriges zum Gelingen des Abends bei. Kongenial auch die Improvisationen von Edgar am Sax und Volkmar Fölß an der Gitarre: begonnen mit dem Kärntnerlied „I hob di gern“ fand man sich schließlich übergangslos bei den roten Lippen, die man küssen soll, wieder.

Eine gelungene Verbindung unterschiedlicher Musikstile mit Instrumenten, die die Komponisten für diese Stücke oft wohl nicht im Kopf hatten.